Situation für Geflüchtete in Hamburg

2015 sind in Hamburg 22.300 Flüchtlinge zugewandert, davon haben 21.000 Unterbringungsbedarf, davon sind 1.570 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge Quelle: LINK In den Erstaufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete, ob unbegleitete Jugendliche oder Erwachsene (teils mit Familie), wohnen die Menschen in der Regel ohne Privatsphäre in großen Räumen oder Turnhallen auf engstem Raum. Das Aggressionspotential ist, gerade bei Traumatisierten, für das pädagogische Personal schwer steuerbar.

Besonders die Flüchtlinge, die aus Kriegs- und Krisengebieten,
aktuell besonders Syrien, Iran, Irak, Afghanistan, Somalia, Eritrea kommen, haben durch gewalttätige oder /und lebensbedrohliche Erlebnisse im Herkunftsland und während der Flucht Traumatisierungen erlitten, die zu sogenannten „Posttraumatischen Belastungsstörungen“ (PTBS) führen.

Das heißt: In den Erstversorgungsunterkünften in HH können besonders diese Flüchtlinge ihre Aggressionen sehr viel schwerer steuern als jene, die mittels eines Dolmetschers verbal und rational zu erreichen sind.

Bei PTBS schalten sich bestimmte Bereiche im Hirn kurzzeitig ab, die Betroffenen verlieren entweder ihre Impulskontrolle und werden hochgradig aggressiv oder aber ziehen sich, ohne für sie erkennbaren Grund, in sich zurück, weinen oder reagieren antriebs- und emotionslos. Für die Erstversorgungseinrichtungen bedeutet das eine immense Belastung des Alltags, da Bewohner mit PTBS in den Situationen nicht zu erreichen und damit zu beeinflussen sind.

Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten mit Traumatisierungen und daraus resultierenden Belastungsstörungen

Das heißt: In den Erstversorgungsunterkünften in HH können besonders diese Flüchtlinge ihre Aggressionen sehr viel schwerer steuern als jene, die mittels eines Dolmetschers verbal und rational zu erreichen sind. Bei PTBS schalten sich bestimmte Bereiche im Hirn kurzzeitig ab, die Betroffenen verlieren entweder ihre Impulskontrolle und werden hochgradig aggressiv oder aber ziehen sich, ohne für sie erkennbaren Grund, in sich zurück, weinen oder reagieren antriebs- und emotionslos. Für die Erstversorgungseinrichtungen bedeutet das eine immense Belastung des Alltags, da Bewohner mit PTBS in den Situationen nicht zu erreichen und damit zu beeinflussen sind..

Wie in Hamburg traumatisierten Flüchtlingen bereits geholfen wird

In Hamburg gibt es Trauma-Ambulanzen, die mit Fachpersonal (Muttersprachlern) oder mit Psychologen und Dolmetschern therapeutisch mit den Flüchtlingen arbeiten. Beide Ambulanzen sind aktuell so überlaufen, dass es Wartezeiten für die Betroffenen von 9-12 Monaten gibt.

Sicherstellung der Qualität durch unser Fachpersonal und Supervision

In unserem Trauma-Erststabilisierungszentrum TEZ arbeiten Pädagog/innen und Psycholog/innen mit entsprechender Zusatzqualifikation (NLP, EMDR, Hypnotherapie, Traumapädagogik)

Alle Fachleute sind zertifiziert und in Berufsverbänden. Wir arbeiten mit zertifizierten Dolmetschern aus denHerkunftsländern der Geflüchteten zusammen und bieten, bei Bedarf Übersetzungsleistungen in Hocharabisch,Tigrinya, Somali, Dari, Farsi, Französisch und Englisch

Grone Netzwerk kooperiert bereits seit 2012, im Rahmen unserer stationären Hilfen zur Erziehung, mit der Trauma Ambulanz des UKE und HAVENO. Unsere Mitarbeiter/innen bilden sich fort, beraten sich kollegial und werden regelmäßig supervidiert.

Wir kooperieren bereits mit beiden Trauma-Ambulanzen und werden dort weiterhin Fortbildungen in Anspruch nehmen. Supervision und interkollegiale Fallberatung sind selbstverständlich

Ruhin Ashuftah

Pädagoge und NLP-Master, ausgebildet bei Richard Bandler in London, Mit-Begründer des Trauma-Erststabilisierungs-Zentrums (TEZ) bei Grone Netzwerk Hamburg

Ruhin Ashuftah hat sowohl als Dolmetscher für das Militär der NATO als auch mit geflüchteten Erwachsenen und Kindern aus diversen Kriegsgebieten gearbeitet und bei Soldat/innen wie bei Geflüchteten multiple Traumata feststellen müssen, weswegen er im Winter 2015, in Kooperation mit Grone Netzwerk Hamburg, ein Trauma-Erststabilisierungs- Zentrum initiierte. Dabei arbeitet er nachhaltig und erfolgreich mit Psychoedukativen-Gruppenangeboten und Erststabilisierung mit Hilfe des Neurolinguistischem- Programmierens (NLP).
Ruhin stammt selbst aus einem Land, in dem seit nun mehr als 35 Jahren Krieg herrscht, aus Afghanistan und kennt die Ängste eines Geflüchteten. TEZ soll diesen Menschen wieder Orientierung geben.

Mehr infos

Sabine Hancke

Familientherapeutin mit
traumapädagogischer Zusatzausbildung

Sabine Hancke ist Systemische Familientherapeutin und Lerntherapeutin. Ausgebildet in Traumaberatung und EMDR bietet sie seit 2008 in eigener Praxis Traumaerstversorgung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Seit 2013 schult Frau Hancke Erstversorgungseinrichtungen für junge Geflüchtete in Hamburg und inzwischen bundesweit mit einem von ihr entwickelten 4-Stufen-Modell zur Stabilisierung bei aktuellen Traumata,

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Unser Projekt startet
step by step ab März 2016

In unserem “Trauma-Erststabilisierungzentrum -TEZ”
übernehmen Pädagogen aus den Herkunftsländern
der Geflüchteten in deren Muttersprache mit Hilfe geeigneter
Techniken und Verfahren die pädagogische Erststabilisierung
bei Traumata. Diese Verfahren werden im Einzelgespräch oder
in psychoeduktativen Kleingruppen angewandt, es geht immer
darum, die ersten Vorboten eines beginnenden „Flashbacks“-
also einer starken Erinnerung an gewalttätige Situationen
zu erkennen und mithilfe gewisser Techniken den Flashback
zu umgehen. Dabei wird mit Bildern, einfachen Begriffen,
Visualisierungsübungen und Bewegung gearbeitet, mit dem Ziel,
dass die Betroffenen ihre Emotionen steuern lernen.

Wichtig: TEZ bietet pädagogische, stabilisierende
Interventionen, kein therapeutisches Angebot.

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Grone Netzwerk Hamburg GmbH-gemeinnützig
Heinrich-Grone-Stieg 1
20097 Hamburg

Die Stiftung Grone Schule und
die Firma Euroboden | Architekturkultur
finanzieren den Projektanschub, institutionell wird das Projekt an „DOCK 7“, die Ambulante Sozialpsychiatrie bei Grone Netzwerk, angeschlossen.